Die Geschichte von revive

Ich bin Vivienne, die Gründerin von revive.
Doch längst ist revive mehr als nur meine Geschichte. Es ist ein Ort geworden, der von vielen Menschen mitgetragen und mitgestaltet wird.
Und so begann die Reise...
Alles begann viel früher, als es ein Lädeli gab.
Als Kind bekam ich meine erste Nähmaschine von meiner Nonna geschenkt. Stoffe waren zu wertvoll, um einfach damit zu experimentieren – also begann ich, meine eigenen Kleider umzunähen, zu verändern, neu zu denken. Aus Neugier wurde Leidenschaft.
♻️ Die Idee dahinter
Mit der Zeit wuchs mein Interesse an Themen wie Recycling, Upcycling und unserem Umgang mit Kleidung.
Ich begann zu hinterfragen: Warum kaufen wir so viel neu, wenn so vieles bereits existiert? Welche Verantwortung tragen wir gegenüber unserer Umwelt?
Kleider wurden für mich mehr als nur Dinge – sie wurden Träger von Geschichten.
🧵 Geschichten, die bleiben
Für meine Matura-Abschlussarbeit designte und nähte ich Kleidungsstücke aus gespendeten Einzelteilen.
Dabei faszinierte mich besonders eines: die Geschichten dahinter.
Menschen erzählten mir, was sie mit ihren Kleidern erlebt hatten, welche Erinnerungen daran hingen.
Ich lernte, dass Kleidung verbindet – und dass Loslassen genauso wertvoll sein kann wie Festhalten.
🌱 revive entsteht
Die Begeisterung blieb auch nach der Schulzeit.
Im Winter 2022 kam dann der entscheidende Moment: Ich entdeckte einen Aushang für eine Zwischenmiete bei der Gelateria di Berna.
Ich bewarb mich mit meinem Konzept – und wurde mit offenen Armen empfangen.
So zog revive ins Marzili ein, und die erste Saison begann.
🍦 Der erste Winter in der Gelateria di Berna
Mit wenig Budget, viel Herz und noch mehr Ideen startete ich ins Abenteuer im Marzili.
Mein erster Spendenaufruf übertraf alle Erwartungen: Ich erhielt so viele gut erhaltene Kleidungsstücke, dass schnell klar wurde – revive wird mehr als nur Upcycling.
Ein Ort entstand, an dem Secondhand, umgearbeitete Stücke und handgemachte Produkte zusammenfinden.
🏡 Ein Ort der Begegnung
Trotz wenig Werbung fanden die Menschen den Weg ins Lädeli.
Sie stöberten, blieben stehen, kamen ins Gespräch.
Nachbar:innen trafen sich, Geschichten wurden geteilt, neue Verbindungen entstanden.
revive wurde nicht nur ein Laden – sondern ein Raum für Austausch, Begegnung und gelebte Nachhaltigkeit.
🔄 Im Wandel
Über die letzten Jahre durfte revive wachsen:
Weitere Saisons im Marzili, ein fixes Lädeli an der Herrengasse – und mit jedem Schritt neue Ideen, neue Menschen, neue Inspiration.
revive ist ständig in Bewegung – und genau das macht es aus.
✨ Ein neues Kapitel
Nun beginnt ein neues Kapitel an der Gerechtigkeitsgasse.
Noch ist vieles offen, vieles im Entstehen.
Aber eines ist klar: revive lebt durch die Menschen, die Teil davon sind.
Durch Gespräche, durch Mitdenken, durch Kleiderspenden, kreative Beiträge – und vielleicht auch durch Unterstützung beim Ausbau des neuen Gewölbekellers.
